23. April 2019

Female Founders Monitor 2019 bestätigt besondere Herausforderungen für Frauen

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. hat den zweiten Female Founders Monitor veröffentlicht. Das Ergebnis: Nur 15,1 Prozent der deutschen Startup-Gründerinnen sind Frauen.

Frauen bleiben im deutschen Startup-Ökosystem stark unterrepräsentiert. Nach minimalem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr liegt der Anteil von Startup-Gründerinnen weiterhin bei niedrigen 15,1%. Zu den wesentlichen Unterschieden zwischen Gründerinnen und Gründern zählen die Organisation von Familie und Beruf, die Finanzierung des Startups sowie die unternehmerischen Ziele. Dies sind die zentralen Ergebnisse des zweiten „Female Founders Monitors“, den der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband) in Kooperation mit Google for Startups im April 2019 in Berlin im Beisein von Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie a.D., vorgestellt hat.

 

Die wichtigsten Ergebnisse des „Female Founders Monitors“ 2019

Frauen sind im Startup-Ökosystem stark unterrepräsentiert: Der Anteil der Startup-Gründerinnen liegt gegenwärtig in Deutschland bei nur 15,1% – auch wenn der Wert in den letzten Jahren leicht angestiegen ist.

Zusätzliche Anforderungen im Privaten: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt für Gründerinnen eine große Rolle und äußert sich u.a. in einer flexiblen Arbeitsorganisation – so verbringen Gründerinnen nur knapp die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Büro.

Herausforderungen bei Wachstum und Finanzierung: Nur 7,3% der frauengeführten Startups beschäftigen mehr als zehn Mitarbeiter*innen. Zudem erhalten sie wesentlich seltener Venture Capital (7,8% der Frauenteams, 16,8% der Männerteams) und müssen daher häufiger auf andere Finanzierungsquellen, wie Familie und Freunde, zurückgreifen.

Frauen gründen sozial: Fast die Hälfte der Gründerinnen (49,6%) orientieren ihr Geschäftsmodell an gesellschaftlichen Problemstellungen. Bei den Gründern verfolgen lediglich 36,4% soziale Zielsetzungen. Dafür dominieren wirtschaftliche Motive: 74,9% der Gründer verfolgen insbesondere das Ziel, ökonomisch erfolgreich zu sein – bei Gründerinnen sind dies nur 58,4%.

 

Hier geht es zum Female Founders Monitor 2019.

Die ganze Pressemitteilung lesen Sie hier.