4. August 2020

Neue Erkenntnisse zur Start-up-Landschaft im Land Bremen

Mit einer Umfrage unter Bremer und Bremerhavener Gründerinnen und Gründern sowie Gründungswilligen gibt das Starthaus erstmalig Einblick in die Struktur der Gründungslandschaft im Land Bremen. Die Umfrage wurde im Februar und März 2020 unter 370 Kundinnen und Kunden des Starthauses durchgeführt. 

Ein überraschendes Ergebnis: Mit 46 Prozent gibt es einen hohen Anteil von Gründerinnen bei den Befragten. Mit dem ausgewogenen Geschlechterverhältnis sind die Starthaus-Kundinnen und -Kunden damit weiblicher als der Bundesdurchschnitt der Gründenden (national 36 Prozent Gründerinnen, laut KfW Gründungsmonitor 2020).

Weitere Erkenntnisse aus der Umfrage: Der größte Anteil an Gründerinnen und Gründern sowie Interessierten kommt aus der Altersgruppe der 30 bis 39-Jährigen, das Durchschnittsalter liegt mit 40,5 Jahren knapp darüber. Die Befragten haben überwiegend eine deutsche Nationalität (87 Prozent) und mehrheitlich einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss.

Zur Motivation der Selbstständigkeit gefragt, gaben Dreiviertel der Befragten an, aus Selbstverwicklungsgründen ihr Unternehmen zu starten, weit vor finanziellen oder familiären Gründen. Rund 68 Prozent gründen im Vollerwerb, haben also keinen sozialversicherungspflichtigen Zweitjob.

Wenn es um die Finanzierung der eigenen Gründung geht, nutzen 69 Prozent ihre eigenen Finanzmittel, bei der Fremdfinanzierung ist der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit das beliebteste Fördermittel, gefolgt von Bank- und Privatdarlehen. Das Kapital wird zum größten Teil in Marketing/Vertrieb (41 Prozent) und Miete-/Betriebskosten (33 Prozent) investiert.

Die Umfrage wurde als quantitative Online-Befragung durchgeführt. 54 Prozent der Befragten haben bereits gegründet, 11 Prozent weitere planen 2020 zu gründen. „Die Erkenntnisse aus dem ersten Bremer Start-up Monitor sind für uns und unsere Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner in der Starthaus-Initiative eine wertvolle Grundlage für die künftige Ausrichtung der Angebote. Sie sind für das Bundesland Bremen weitaus detaillierter und aussagekräftiger als die Befragungen bundesweiter Studien wie zum Beispiel des Deutschen Startup-Monitors. Wir planen daher, diese Befragung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen“, so Petra Oetken, Leiterin des Starthauses.

So wünschen sich die Befragten eine höhere Zahl an Netzwerkevents, um miteinander in Kontakt zu kommen und sich mit potenziellen Investorinnen und Investoren oder Partnerinnen und Partnern auszutauschen. Ebenfalls hoch auf der Agenda stehen Seminare und themenspezifische Weiterbildungsangebote, sowie eine individuelle Betreuung durch zusätzliches Mentoring und Coaching.

„Gründungsinteressierte bereiten sich intensiv auf ihren Unternehmensstart vor. Sie suchen dabei bewusst den Kontakt zu bereits erfahrenen Gründerinnen oder Gründern. Dank der Umfrage können wir in diesem Bereich jetzt effektiv nachjustieren und so künftig noch stärker auf die Bedürfnisse der Gründerinnen und Gründer sowie Interessierten eingehen“, so Oetken.

Neben demografischen Daten wurde auch die Qualität der Starthaus-Arbeit abgefragt. Hierbei zeigte sich, dass 76 Prozent der Befragten mit der Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden waren. Am häufigsten werden die persönliche Beratung, Veranstaltungen und das Seminar- und Workshopangebot sowohl im Starthaus als auch im Netzwerk genutzt.

Die Onlineversion der Pressemitteilung finden Sie hier.

Presse-Kontakt: Juliane Scholz (verantwortlich), Pressesprecherin Starthaus / WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Telefon 0421- 96 00 128, presse@starthaus-bremen.de


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